DAS BUCH, DAS KAPITÄNE KAPITÄNEN EMPFEHLEN! 

Titelbild mit dem Wrack des Motor-Schiffes (MS) MAGDEBURG in der Themse bei Gravesend, 1965



Ein höchst informatives und zugleich humorvolles Buch über die letzten Jahre traditioneller "christlicher Seefahrt" vor der einsetzenden Containerisierung der Ladung, der zunehmenden Tuvaluierung der Besatzungen und der Verbannung des Funkoffiziers von Bord. DIE Geschichte, wie ein Mensch auch ohne das Risiko eines  Blattschusses von Rostock nach Yokohama und Buenos Aires kam. Mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Alle Stellen, die der Leser für gewöhnlich überspringt, wurden sorgfältig ausgespart, z. B. technische Daten des Kombüsenherdes, Funktionsweise einer DECCA-Kette, chemische Zusammensetzung des Bilgenwassers, Reinigungsplan der Stewardessen, etc. Ein Pageturner von Anfang bis Ende - außer für Spezialisten der Firma Klugsch & Eisser (lat. homo sapiens noergelensis). 12 Euro, als wären sie in Gold angelegt.

Warnung: Viel gelesen, kontrovers diskutiert, weicht dieses Buch von der damals herrschenden Einheitsmeinung über die führende Rolle der Partei mit Humor, Satire und Komik ab. Die ungeschminkte Wahrheit könnte ein Übriges und manchem weh tun.
Aus aktuellem Anlass:
" Es ist anlässlich der fürchterlichen Morde in Paris wohl nötig, mal wieder Grundsätzliches über Komik und Satire zu sagen. Denn nicht nur islamistischen Terroristen, so unsere Erfahrung bei der Titanic, fehlt es an der Grundausstattung. Komik ist zuallererst ein Mittel, dem Ernst des Lebens, der die meisten von uns bedrückt, selbst wenn nicht gerade Raketenwerfer in Redaktionsräume abgefeuert werden, etwas entgegenzusetzen, im besten Falle seiner Herr zu werden. Und je ernster die Lage, desto wichtiger der Humor.
Komik schafft Distanz zu bedrückenden Ereignissen, sie erlaubt, uneigentlich über eigentlich Unerträgliches zu sprechen - und so den Schrecken zu bekämpfen. Sehr viele Komikunkundige, ob Islamisten, Rassisten oder deutsche Durchschnittsjournalisten begehen meist den Fehler, einen Witz auf einen unkomischen, ernsten ... Aussagekern herunterbrechen zu wollen. Die einen, weil sie den Witz auslöschen wollen; die anderen, weil sie glauben, Satire und Komik zu ernsten Themen sei nur angebracht, wenn sie "wertvoll", "geistreich" oder was auch immer ist.
...
...
Seit Mittwoch gilt mehr denn je: Es lebe der Witz. Der kluge. Der platte. Jeder, der genügend Menschen findet, die über ihn lachen. Und für alle, die ihn nicht mögen, sollte mehr den je gelten:
Ertragt ihn oder ignoriert ihn. Ihr werdet der Komik nicht Herr!"
Tim Wolff, Chefredakteur des Satire-Magazins "Titanic"

Viel Spaß beim Lesen!

Hinweis aus gegebener Veranlassung: Auf besonderen Wunsch kritischer Leser, die sich überhaupt nicht mehr erinnern können (oder wollen) oder die meinen, die Verhältnisse seien nicht genügend beschönigt worden, wurden diese Seiten mit den damaligen Schlagzeilen dokumentarisch ausgebaut.


Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie, detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.                    

673 Gramm purer Lesespaß. Erschienen im April 2008. Zu beziehen über: direkt bei engelsdorfer-verlag.de, amazon.de, buecher.de, libri.de, weltbild.de, booklooker.de, ebay und weiterer Internetanbieter oder auf Bestellung in jeder guten Buchhandlung.




Landschaft im südindischen Mahabalipuram im Bundesstaat Tamil Nadu am Golf von Bengalen




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Ebenfalls erhältlich in den Niederlanden, in Finnland, Österreich und der Schweiz. Für alle Fernostreisenden: Das Buch ist auch bei amazon.jp für 1554 japanische Yen erhältlich. (ohne Wasserschäden!)




Motorschiff Halberstadt im Hafen von Mormugao im indischen Bundesstaat Goa am Arabischen Meer




                                          FRIEDRICH SEIBICKE

             Der DSR-Report, Babbeljahn und daddeldu, QSD - Ein Sau-Drücker räsoniert

                                             Glossar des Titels

"Babbeljahn" heisst eine kurze Tabakspfeife der Seeleute, wie sie auch der old sailorboy Popeye im Mundwinkel trägt. Der Name steht auch historisch überliefert bedeutungsgleich für einen kleinen Snack im Vorschiff - auf der Back vor dem Festmachen oder im Kabelgatt vor dem Feierabend - bei dem deutsche demokratische Seeleute noch bis ins Jahr 1990 hinein ihre zumeist humorvollen "Stories" austauschten, bevor ihnen das Lachen verging.




Der Wach-offizier, Zigarre rauchend, bei der Beobachtung des Seeraumes




"Daddeldu", sagte der Steward, als er die letzte Flasche Weinbrandverschnitt der Marke Weinblattsiegel (auch WBS oder Webs genannt) aus der Tür der Transitlast in die langen Gesichter seiner Kundschaft reichte. Diese Verballhornung des englischen "That will do" heißt auch: Etwas ist fertig, vorbei und erledigt - und mag als Synonym dafür stehen, dass alles, von dem in diesem Buch berichtet wird, der Vergangenheit angehört und mehr und mehr für immer vergessen sein wird.




Das Ende vom Webs. Party in tropischer Nacht auf dem Achterschiff




Der "Saudrücker" ist eine Eselsbrücke hin zur Buchstaben-Kombination QSD, einer der vielen Q-Gruppen zur internationalen Verständigung im einstigen Seefunkdienst. Sie verwies auf einen "old man", dessen Texte der Morsetaste in einem gänzlich unverständlichen Rhythmus entfleuchten. Diese Schmierereien umschrieb die Q-Gruppe vornehm mit: "Ihr Geben ist mangelhaft", soll heißen, manchem humorlosen Altkader wird der Inhalt des Buches gewöhnungsbedürftig sein. (Hinweis in Sachen QSD: Ehemalige Funkoffiziere der Deutschen Seereederei mit Amateurfunklizenz treffen sich immer montags um 18 Uhr Ortszeit auf 3530 kHz in der Betriebsart CW, während der Winterzeit um 16 Uhr Ortszeit von wegen die faule Sonne - Friedrich/DL3AKM)




Ladung für Indien rollt auf die Pier von Port Sudan am Roten Meer




Wer schließlich weiß, dass "räsonieren" soviel bedeutet wie unbefugt und lärmend mitzureden, zu widersprechen sowie am Stammtisch zu nörgeln und zu tadeln, der ist über das, was beim Lesen dieses Buches auf ihn zukommt, schon fast im Bilde!




MS J.G. Fichte in Taraffa, Nuevitas/Kuba




"DSR" - Deutsche Seereederei  bzw. Deutfracht/Seereederei Rostock - In der Mitte der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts größte deutsche Universalreederei mit 200 Schiffen und Liniendiensten in den Fernen Osten, Südostasien, China/Nordkorea, Vietnam, Indien/Pakistan, Kontinent/Persischer Golf, Adria/Persischer Golf, Südamerika (Ostküste), Kuba/Mexiko, Mittelmeer, nach Syrien, Libyen, Albanien, Ägypten, ins Rote Meer, nach Ost- und Westafrika, nach Helsinki, Westfinnland, Riga, Hull, Tilbury und Ipswich sowie diverse Containerdienst-Linien, dazu Spezialschiffahrt (Tanker, Fruchtschiffe, Erzfrachter etc) rund um den Erdball. Nach 1990 "abgewickelt wie eine Inderin aus ihrem Sari". (Buchzitat)




Der Bucht von Havanna nähert sich von Key West her eine Wetterfront




                                              Inhaltsverzeichnis

                           frei nach dem Wahlspruch der DSR-Seeleute:

Mit Klassenfeinden sich geschlagen, mit leichten Mädchen sich vertragen, und mit mehr Orden als mit Geld umfuhren wir die ganze Welt.




Immer wieder beliebt: Die Äquatortaufe  mitreisender Ehefrauen




Prolog von der angeblichen Weisheit des Alters - oder:Warum ich "schreibender Arbeiter"wurde

... damit ich meine vielen Kinder ernähren kann!




Ouvertüre von Seeleuten, die das Fürchten lernten - oder: Die Versenkung von U 1229 vor Neufundland (Die Vorgeschichte der Versenkung von U 1229 lesen Sie im Buch "Labskaus auf Indisch".)

Torpedo-vorhaltrechner eines deutschen WK2-U-Bootes




1. Akt vom langen, steinigen Weg zur Seefahrt - oder: Am Anfang waren die Träume

... und die Wirklichkeit war dann fast so schön wie im Kino!




2. Akt von der Wiederentdeckung der Neuen Welt - oder: Eine Traumschiff-Reise mit MS J.G.Fichte

In der Ansteuerung auf Havanna, Blick zur Festung El Moro und Havanna del Este



Zu dieser Schlagzeile: Das sind die Leute vom Kampfgruppenzug "Feliks Dzierzynski" des Kombinates Seeverkehr und Hafenwirtschaft, die bereit waren, als Kämpfer der Arbeiterklasse die Weisungen der Partei zu erfüllen, die DDR, ihre sozialistischen Errungenschaften jederzeit mit der Waffe in der Hand zu schützen und ihr Leben dafür einzusetzen.  

3. Akt von Champagner, Vloradreck und Wüstensand - oder: Mit MT LEUNA I durch den Suezkanal

Motortanker LEUNA I lädt Erdöl auf Reede Wadi Feiran, Golf von Suez ( und der III. NO hängt seine nassen Plünnen auf die Leine)




4. Akt von einem Würstchen auf HALBERSTADT - oder: Mit einem Typ IV-Schiff rund um Indien

Slumviertel in der indischen Hafenstadt Madras




5. Akt von den Damen-Nylons für Ventspils - oder: Eine Urlaubsvertretung auf MT Schwarzheide

Motortanker SCHWARZ-HEIDE in der Idylle des Ölhafens Rostock




6. Akt von Politniks, Lehrlingen und einem Kapitän - oder: Mit THEODOR KÖRNER nach Tampico

Zuckersäcke aus dem Landesinneren rollen an die Pier von Niquero/Kuba




7. Akt vom Werftleben auf THEODOR KÖRNER - oder: Als Schmalhans Küchenmeister war

MS THEODOR KÖRNER im Trockendock der Mercantile Werft Antwerpen




8. Akt von Nierenragout und anderen Katastrophen - oder: Ein Jahr an der Seefahrtschule Wustrow

Das Seefahrer-Dorf Ostseebad Wustrow, Ort der Seefahrtschule Wustrow




9. Akt von Pleiten, Pech und auch Pannen - oder: Mit der BOIZENBURG rund Cape Hope bis zum Irrawaddy

Straßenleben in Rangoon, der Haupstadt von Burma (Myanmar)




10. Akt vom Gelben Meer, vom Funk- und Seeverkehr - oder: Die RONNEBURG besucht die Reiche von Mao und Kim

Auf einem Kaufhausdach über Yokohama




11. Akt von der Warnow mit Typ XD zur Insel der Träume - oder: Seefahrt im Päckchen ist schöner

Bir-Reklame in Surabaya/Java, 




12. Akt von Arbeits-, Gaumen- und Männerfreuden - oder: Im Liniendienst an Südamerikas Ostküste

In Buenos Aires wird ein typisch argentinisches Asado-Essen an Deck vorbereitet




13. Akt von Taj Mahal, Fatehpur Sikri und Qtab Minar - oder: Eine Versorgungsreise in das Herz Indiens

Die Ruinenstadt Fadehpur Sikri zwischen Delhi und Agra, ind. Bundesstaat Rajasthan




14. Akt von Abschied und Anschiet - oder: Eine Kurzreise in den Persischen Golf ohne Ende

Gegenverkehr im Suezkanal




Epilog von der Freiheit, die ich meinte - oder: Wer hat mein Lied so zerstört

HALBERS-STADT und WERNER SEELEN-BINDER im Päckchen auf der Reede von Jeddah in Saudi Arabien




Allen Besuchern dieser Seite ein herzliches Dankeschön und gute Unterhaltung, die spätestens beim Lesen des Buches nicht nur Seeleuten und Old Men (Anrede unter Funkern) garantiert wird. Und zum Schluss noch ein Wort Shakespeares: "Um ernst zu sein genügt Dummheit."

In den Sundarbans des Ganges-Deltas in Bangladesh



Ja, ja, ...



..., wir waren ein Herz und eine Seele.

Allzeit die bewusste Handbreit Wasser unterm Kiel!










 Das Buch "Babbeljahn un daddeldu"
Das Buch "Labskaus auf Indisch"
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